Dieser Beitrag ist Teil der Berichterstattung zum Affiliate Summit East 2011 im Hilton Hotel in New York. Vom 21.-23. August 2011 treffen sich Affiliate Marketers, um Neues und Alt-Bewährtes zu erfahren und ein Netzwerk nützlicher Kontakte aufzubauen. Neben Affiliates sind auch Agencys, Merchants, Networks und Vendors an dem Event vertreten. Der Affiliate Summit fand erstmals 2003 mit 200 Teilnehmern steht, heute sind es bereits über 4000! Weitere Beiträge dazu gibt es hier.

Chris Pearson hat das WordPress Theme Thesis entwickelt, welches zu den ausgereiftesten WordPress Themes gehört. Seine Präsentation mit dem Titel „How to Feng Shui Your Website an Turn Traffic into Customers “ dreht sich um drei Elemente: Focus, Elements & Flow!

Beim Feng Shui geht es darum, wie der Flow der Energie sich in einem physischen Raum verhält. Diese Prinzipien lassen sich auch auf Webseiten übertragen, erläutert Chris. Bevor man sich aber an die Detailarbeiten mache, müssen saubere Grundlagen her:

  • Korrekter HTML-Code (wie ihn zum Beispiel ein WordPress Theme Framework wie Thesis bietet)
  • Gute User Experience, schnelle Ladezeiten – Nutzer wollen nicht warten
  • Wichtige SEO-Angaben ausfüllen (wie zum Beispiel Titel-Tags etc.)
  • Aufbau einer E-Mail-Liste auf der Seite integriert
  • Monetarisierung der Seite (bspw. über Produkte, Affiliate Angebote oder Spendenmöglichkeit)

Wenn diese Grundsteine gesetzt sind, dann geht es darum, die Seite zu gestalten – oder anders ausgedrückt: die Räume des Hauses mit Leben zu füllen.

Dabei sind folgende Grundlagen zu beachten:

  • Was ist das Ziel der Seite
  • Was sind die Elemente
  • Was ist der Flow, der Weg, welcher der User nimmt

Beispiel: Eine Seite von Chris hat zum Ziel, die E-Mail Adresse des Nutzers im Tausch gegen ein eBook einzusammeln. Der natürliche Flow, sprich so wie das Auge geht, ist von oben nach unten. Deshalb hat die Seite hat nur eine Spalte und keine Ablenkungen wie eine Sidebar etc. Somit gibt es für den Nutzer auch keine anderen Optionen, also einfach von oben nach unten durch zu scrollen.

Hier noch ein paar weitere Take-Aways:

  • Generell sollte man nicht mehr als 3-5 Optionen anbieten, was der User machen kann. Chris macht klar, dass es wichtig ist, den Leuten die Optionen zu nehmen! Es handle sich dabei um Lecks, welche die Leute vom eigentlichen Ziel der Seite ablenke.
  • Auch der „Social proof“ ist wichtig. Wenn sich schon 2000 Leute für den E-Mail-Newsletter eingetragen haben, und diese Zahl unterhalb des Opt-In-Formulars steht, ist das vertrauensfördernd. Übrigens, der oberste Punkt in der Sidebar (immer rechts plaziert) sollte immer ein E-Mail Opt-In-Form sein.
  • Während und nach dem Kaufprozess ist es auch wichtig, den Leuten noch mal zu sagen, dass der Kauf die richtige Entscheidung ist („Reassurance“) und das mit entsprechenden Statements und Testimonials zu unterstreichen.
  • Headlines, Subheadlines und Bilder mit Bildunterschriften sind die am meisten gelesenen Elemente auf der Webseite. Deshalb sollte man auch in den Bildunterschriften verkaufen!
  • Wenn ein Bild ganz am Anfang der Seite im Textblock rechts steht, macht das den Text schmaler – und wenn der User liest, ist er  bereits mitten drin.
  • Wenn Bilder mit Menschen genutzt werden, sollten die Augen der abgebildeten Person dorthin schauen, wo der User hingeleitet werden soll.
  • Der Text sollte auch mit Zwischenheadlines aufgebrochen werden, das erleichtert dem Leser die Orientierung.
  • Wenn ein Gestaltungselement, wie zum Beispiel ein Kasten, über die ganze Seite geht, bricht das den Flow und der Nutzer bleibt hängen. Damit wurde zum Beispiel hohe Konversionsraten für E-Mail Opt-Ins erreicht.
  • Die Schrift sollte nicht zu klein sein, die Font-Grösse 14-16 ist  zum Beispiel gut lesbar.
Eine Box über die ganze Breite bricht den Lesefluss und zieht Aufmerksamkeit an