Wer mag plumpe Werbung?

Abtörner Nummer 1: Aggressive und plumpe Werbung. Die Konsequenz daraus ist verständlich: Wir werden immer misstrauischer, wenn uns jemand etwas im Internet verkaufen will. Eben so logisch, dass das auch die Falschen trifft.

Selbst wenn Du Dein Produkt ehrlich bewirbst, werden potenzielle Kunden skeptisch sein. Daher werden Beweise immer wichtiger. Es reicht heute nicht mehr, die Vorzüge eines Produktes anzupreisen. Vielmehr ist es nötig, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen – und zu halten, was man verspricht. Mit einer stringenten Beweisführung geht das am besten.

Die FORCEPS-Methode vom kanadischen Internet Werbetexter Guru Michel Fortin

Der kanadische Internet Werbetexter Michel Fortin hat hierfür ein schlüssiges Konzept entwickelt, die sogenannte FORCEPS-Methode. Schritt für Schritt verweist er auf sieben Arten der Beweisführung, die man wenn möglich umfassend berücksichtigen sollte.

Copywriter Michel Fortin mit seiner Frau Sylvie

Fortin hat dies durch eine sehr persönliche Geschichte erkannt, die er mit Beispielen erläutert: Seine Frau Sylvie erkrankte an Brustkrebs und schrieb aus Therapiegründen einen eigenen Blog. Sie hatte eine große Gefolgschaft und stellte fest, dass vor allen Dingen bei Inhalten mit handfesten Fakten die Reaktion der Leser viel stärker ausfiel. Fortin lernte daraus und leite seine sieben verschiedenen Beweistypen hab, die er als FORCEPS umschrieb. Tauchen wir etwas tiefer ein und nehmen dies unter die Lupe.

Wofür FORCEPS steht – Beweise es, möglichst umfassend mit Bilder und Co.

FORCEPS leitet sich dabei aus den Anfangsbuchstaben der sieben Beweisarten ab:

  • Factual Proofs: Beweise mit Hilfe von klaren Fakten. Zeige Diagramme, Statistiken oder Daten!
  • Optical Proofs: Beweise mit Hilfe von optischen Belegen. Was der Kunde mit eigenen Augen sieht, glaubt er eher. Zeige also Bilder, Fotos oder eingescannte Belege!
  • Reverse Proofs: Beweise mit Hilfe von Vergleichen. Zeige durch ähnliche Produkte, was Deines kann – und was passieren könnte, wenn der Kunde es nicht kauft!
  • Credentializing Proof: Beweise mit Hilfe von Qualifikationen. Zeige Deine Auszeichnungen, Urkunden und Zeugnisse!
  • Evidential Proof: Beweise mit Hilfe von Testergebnissen. Lasse Deine Produkte in bestimmten Kategorien und auf bestimmte Eigenschaften hin testen, und veröffentliche diese Ergebnisse!
  • Perceptual Proofs: Beweise mit Hilfe von Erklärungen. Erläuter Fachtermini und andere Beweise. Das stärkt das Verständnis des Kunden und unterstreicht vorangegangene Belege!
  • Social Proofs: Beweise mithilfe Deiner Kunden. Frage diese um Testimonials an, hole Feedback ab und lasse Dich weiterempfehlen. Nichts wirkt anziehender, als andere, zufriedene Kunden!

Offizialisiere Dein Angebot!

Fortin zeigt Beispiele für diese einzelnen Punkte in seinem englischen Blog im Detail auf. Wer die deutschen Verkaufsseiten ein bisschen studiert, der merkt, dass diese Art der „Beweisführung“ auch hier vermehrt zum Einsatz kommt. Vielleicht hast Du das schon in der klassischen Werbung selbst beobachtet, zum Beispiel wenn Du einen Shopping Kanal am TV einschaltest.

Ich hoffe, dieser Leitfaden hilft Dir weiter für die Gestaltung Deiner Verkaufsseite. Der Aufbau von Vertrauen ist für jeden (Internet) Geschäftskunden das A und O! Hast Du Ergänzungen oder Feedback dazu? Dann einfach einen Kommentar hinterlassen.

Mit besten Grüßen,

Bildquellen: Sale Symbol, Michel und Sylvie Fortin, Stempel