No Gravatar

Heute habe ich meine Kollegin Julia Brötz zum ausführlichen Interview geladen. Julia ist erfolgreiche Jungunternehmerin und hat sich mit dem Unternehmen http://www.free-days.de am deutschen Markt als starker Partner für virtuelle Assistenz etabliert. Sie unterstützt damit viele Unternehmen aus der Internet Marketing Branche, aber auch ganz klassische Unternehmen – von klein bis ganz groß. Wie es dazu gekommen ist, wovon Julia träumt und was FreeDays genau macht gibt es in diesem spannenden Interview zu erfahren!

Julia, stelle Dich doch kurz vor.

Hi Reto, sehr gerne! Mein Name ist Julia Brötz, ich bin 25 Jahre alt und wohne in Limburg, zwischen Frankfurt und Köln. Ich bin gelernte Fremdsprachenassistentin und habe als ich 24 Jahre alt war mein eigenes Unternehmen FreeDays gegründet.


Wie kamst Du auf die Idee, ein eigenes Unternehmen mit virtuellen Assistenten zu gründen?

Die Idee, FreeDays zu gründen, entstand an einem der „langweiligen Nachmittage“ als ich noch als Angestellte im Hamsterrad festgesessen habe. Ich surfte etwas im Netz und stieß durch Zufall auf das Buch „Die 4 Stunden Woche“ von Timothy Ferriss. Ich habe es mir also gekauft und gelesen, und bin so das erste Mal auf den Begriff „virtuelle Assistenz“ gestoßen.

Da ich ja aus dem Assistenzbereich komme, hat es mein Interesse geweckt. Ich recherchierte dazu und fand einige Foren, in denen Unternehmer sich darüber austauschten, dass es virtuelle Assistenz in der Form wie in Amerika bei uns nicht gibt und dass das doch ausgesprochen schade ist. Eine Idee war also geboren… es verging jedoch noch einiges an Zeit, bis ich die Idee in die Realität umsetzte.

Das Buch “Die 4h Woche” spielte offensichtlich eine wichtige Rolle bei Deinem Vorhaben. Was sind für Dich die Schlüsselelemente daraus?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es für mich nicht das Streben ist, nur noch 4 Stunden pro Woche zu arbeiten. Ich arbeite sehr gerne, meine Arbeit macht mir großen Spaß. Es geht vielmehr darum, dass ich arbeiten kann wo und wie ich will. An Timothy Ferriss fasziniert mich, dass er um die Welt reisen konnte, während sein Unternehmen weiterlief.

Ich liebe es zu reisen, das ist meine größte Leidenschaft. Mein Traum ist es, ein Unternehmen zu haben, das automatisiert läuft und dass ich meinen Teil der Arbeit theoretisch von jedem Ort der Welt aus erledigen kann. Einen ersten Vorgeschmack konnte ich während meiner Reise nach Ägypten bekommen, den Bericht dazu findet ihr hier: http://blog.free-days.de/free-days/lifestyle-einer-virtuellen-assistentin-ferienparadies-rotes-meer-und-traeume-werden-wahr/Was muss man sich unter einem virtuellen Assistenten vorstellen?

Unsere virtuelle Assistenten sind eigentlich gar nicht so virtuell, sondern sehr real. Wir sitzen einfach nur nicht an einem gleichen Ort, sondern in ganz Deutschland verteilt. Die virtuellen Assistenten von FreeDays sind alles Deutsche und zwar aus dem Bereich Assistenz, Social Media Marketing, Journalismus und Vertrieb.

Welche Leistungen bietet Ihr denn konkret an?

Unsere Arbeit kann man gut in verschiedene Aufgabengebiete einteilen.

Allgemeine Assistenz:

  • Internetrecherchen
  • Marktanalysen
  • Transkriptionen (Schreiben vom  Band)
  • Lektorakte
  • Übersetzungen

Social Media Marketing

  • Facebook, Twitter & XING
  • Traffic Aufbau
  • Neue Medien zur Vertriebsanbahnung
  • Expertenstatus etablieren

Texte und Content

  • PR-Arbeit
  • Blogtexte
  • Werbetexte

Blogs

  • Erstellen von WordPress Blogs
  • Pflegen der Blogs
  • Erstellen von regelmäßigen Blogbeiträgen
  • Komplette Blogbetreuung

Wie vorhin schon erwähnt sind alle unsere virtuellen Assistenten deutsche Muttersprachler. Wir arbeiten ausschließlich mit guten und qualifizierten virtuellen Assistenten zusammen, da unsere Kunden anspruchsvolle Aufgaben haben. Was den Bereich Texte angeht, sichern wir unsere Qualität dadurch, dass alle Texte noch einmal durch ein unabhängiges Lektorat gehen um 100% Top-Qualität zu gewährleisten. Auch alle anderen Arbeiten werden noch einmal von dem entsprechenden Teamleiter kontrolliert und koordiniert.

Dein Unternehmen ist noch recht jung, aber wächst stark – in welche Richtung entwickelt Ihr Euch?

FreeDays gibt es erst seit Mai 2010, wir sind jedoch schneller und stärker gewachsen als jemals gedacht. Für viele ist das Thema „virtuelle Assistenz“ noch ganz neu und sie können sich wenig darunter vorstellen, daher müssen viele Unternehmer erst umdenken. Wir müssen unser Unternehmen und das ganze Thema der neuen virtuellen Zusammenarbeit also erst einmal hier in Deutschland bekannter machen. Die Zeit ist meiner Meinung nach jedoch reif, so haben wir es geschafft in den letzten Monaten bereits 5-stellige Umsätze zu realisieren – und das komplett ohne Werbung!

In diesem Jahr wollen wir dann doch das Thema Werbung etwas stärker angehen, Google Adwords, Präsenz auf Messen und Veranstaltungen, Partnerprogramme, Affiliates, etc. stehen auf dem Programm. Außerdem wird es schon recht bald ein eigenes Tool geben, mit dem wir unsere Aufträge bearbeiten. Ich nenne es meinen „Online Shop“ für unsere FreeDays Dienstleistung :-) . Unsere Kunden haben so die Möglichkeit durch einen eigenen Log-in alle Ihre Aufträge zu prüfen und auf einen Blick den genauen Bearbeitungsstatus zu sehen. Ein wichtiger Schritt zum einfacheren Delegieren für unsere Kunden und für eine bessere automatisiertere Arbeit für uns. Darüber hinaus bauen wir gerade ein Partnerprogramm auf und suchen deutschlandweit weitere Vertriebspartner und Projektmanager für unsere weitere Arbeit.

Warum nimmt das Bedürfnis nach VAs immer stärker zu?

Unsere Welt hat sich mit dem Internet in den letzten Jahren sehr gewandelt. Es schießen immer mehr Online Unternehmen aus dem Boden. Man hat die Möglichkeit ohne große Investition ein eigenes Business zu gründen und das von zu Hause aus dem Wohnzimmer, einzig die Idee zählt. Für diese Online Entrepreneure ist das Bedürfnis nach einer virtuellen Assistenz sehr stark. Sobald das Business wächst, erkennen sie, dass sie Unterstützung brauchen, delegieren müssen um sich auf das weitere Wachstum des Business zu konzentrieren.

Aber auch alle Einzelunternehmer oder kleine Unternehmen benötigen immer wieder Unterstützung, ohne dass sie vielleicht jemanden fest anstellen möchten. Mit einer Festanstellung geht man ein gewisses Risiko ein, es fallen Sozialabgaben an, man muss Urlaub und Krankheit der Mitarbeiter bedenken, etc. – all das hat man mit einer VA nicht. Sie arbeitet nur, wenn Arbeit da ist und die Arbeit wird minutengenau abgerechnet. Aber auch für große Unternehmen und Konzerne kann eine VA interessant sein. Wir arbeiten z.B. mit einem großen Konzern zusammen, der auf unsere Unterstützung bei personellen Engpässen zurückgreift.

Ihr bietet viele Dienstleistungen für den Internet Marketing Bereich an, wie kam es dazu, dass Ihr Euch auf diese Nische fokussiert habt?

Eigentlich kam es dazu, dass Tobias Knoof von Digitale-Infoprodukte.de mein erster Kunde war. Es ist eine sehr gute Partnerschaft daraus entstanden. Wir haben bei ihm viel über das Internetmarketing und den Traffic Aufbau gelernt. Durch diese gute Referenz kamen weitere Empfehlungen zustande, und so arbeiten wir mittlerweile mit den bekanntesten deutschen Internet Marketern zusammen. Das Thema Internet Marketing ist jedoch auch für alle anderen Unternehmen gerade sehr aktuell. Alle reden über Social Media und Traffic Aufbau, die wenigsten können jedoch etwas wirklich damit anfangen. Hier kommt dann unsere Hilfe ins Spiel.


Ein gutes Stichwort, das Thema Social Media Outsourcing. Welche Arbeiten kann man aus Deiner Warte denn auslagern, und wo macht es Sinn, dass Unternehmen diese selbst übernehmen
?

Es ist sicher gerade im Social Media Marketing sehr wichtig, dass die entsprechende VA sehr eng mit dem Unternehmen zusammenarbeitet, denn mit Social Media will man dem Unternehmen ein persönliches Gesicht geben. Aufgaben, die wir hier übernehmen, ist die Pflege der Kanäle Facebook, Twitter und XING, da das für viele Unternehmer sehr aufwändig ist. Man kennt es ja selbst, wenn man erst einmal im Netz versunken ist, rennt die Zeit ohne Ende.

Dann schreiben wir in enger Absprache mit dem Kunden Beiträge für den Blog, stellen diese schon in WordPress ein, so dass sich der Kunde um nichts mehr kümmern muss. Was das Unternehmen selbst übernehmen sollte, ist sicher die direkte Kommunikation mit dem Kunden. Manchmal sind es erklärungsbedürftige Produkte und die VA kann nicht den kompletten Support übernehmen. Hier kommt dann der Kunde ins Spiel und berät und macht den Auftrag.

Wir sehen unsern Job eher darin, die Präsenz auf den sozialen Kanälen auszubauen, den Expertenstatus zu erreichen, Traffic aufzubauen und ggf. eine automatische Vertriebsanbahnung zu schaffen.

Wo hast Du aktuell die größten Hürden zu nehmen, mit welchen Herausforderungen kämpfst Du?

Unsere größte Herausforderung ist es sicher gute VA’s zu finden. Denn FreeDays wäre nichts ohne seine guten Mitarbeiter, welche die anfallenden Jobs erledigen. Wir brauchen gute, qualifizierte Leute, die hinter unserer Idee stehen, die Ihr eigenes Schicksal in die Hand nehmen möchten, die frei arbeiten möchten und das von jedem Ort der Welt aus. Diese Leute da draußen zu finden, ist für mich die größte Herausforderung.

Du hast Dein Unternehmen gegründet, während andernorts die Firmen aufgrund der Krise Pleite gingen. Das braucht Mut und eine klare Vision. Was sind für Dich die Glaubenssätze, die Du persönlich verfolgst? Was motiviert Dich?

Ich bin ein Mensch, der immer Visionen hat. Ich erwarte viel von meinem Leben und mir war es immer zuwider als Angstellter zu arbeiten. Ich wusste nicht, für was ich das tat. Ich hasste es nach der Stechuhr zu arbeiten, egal ob viel oder wenig Arbeit da ist.
Ich bin schon immer ein sehr selbständiger Mensch und für mich ist es das größte an dem eigenen Traum, an dem eigenen Unternehmen, zu arbeiten. Ich freue mich täglich über neue Kunden, über erfolgreich abgeschlossene Projekte, über zufriedene VA’s.

Ich habe immer von Anfang an sehr viel Optimismus in mein Projekt gesteckt. Sicher, ich habe zu Zeiten der Krise gegründet und ich wusste anfangs nicht, ob es funktioniert. Ich habe jedoch an meine Idee geglaubt. Plötzlich eröffnen sich so viele Möglichkeiten und man ist selbst überrascht, was das Ganze für eine Eigendynamik entwickelt.

Sicher, das geht alles nicht von heute auf morgen und von jetzt auf gleich. Ich habe auch sehr viel Arbeit in mein Unternehmen gesteckt. Oft saß ich bis spät nachts am PC und arbeitete. Ohne diese Arbeit wäre der Erfolg sicher nicht der gewesen, der kam. Das sollte man nie vergessen, von nichts kommt nichts. Jedoch war es nie wirklich „Arbeit“ für mich. Es war vielmehr eine Leidenschaft, eine Idee wahr werden zu lassen, den Bereich der Assistenz zu revolutionieren! Der Glaube an die eigene Kraft und Vision und eine gehörige Portion Optimismus sind für mich der Schlüssel zum Erfolg.

Julia, vielen Dank für dieses spannende Interview!

Suchanfragen:

Reto Stuber

Reto Stuber ist Schweizer und lebt in New York. Er ist Autor des Bestsellers „Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebook, Twitter, XING und Co.“ . Sein Unternehmen bietet Social Media Dienstleistungen für deutsche und internationale Kunden in den Bereichen Online Marketing und soziale Medien an.

Website - More Posts

Getaggt mit:

Gespeichert unter: AllgemeinErfolg Im NetzInternet MarketingInterviewOutsourcingVirtuelle Assistenz

Dir gefällt dieser Artikel? Dann abboniere doch unseren RSS feed!

1 Star2 Stars (No Ratings Yet)
Loading ... Loading ...