so-funktioniert-retargetingRetargeting, oder auch Remarketing genannt, ist in aller Munde. Denn mit einer gescheiten Retargeting-Strategie lassen sich bereits „verlorene“ Besucher zurückholen und in Käufer verwandeln.

Retargeting funktioniert, je nach Anbieter, basierend auf Cookies und ermöglicht den Besucher in einer vordefinierten „Liste“ einzutragen. Befindet sich ein Benutzer in einer Liste, so ist es nun möglich, diesem gezielte Werbung anzuzeigen und ihn über verschiedene Webseiten anzusprechen.

Dies hängt jedoch davon ab, auf welcher Retargeting Plattform man den User einträgt (Google, Facebook oder einen Drittanbieter wir Perfect Audience). Um solche eine Liste aufzubauen benötigt es aber technisches Know-How. Es muss hierfür nämlich ein kleiner Codeschnippsel auf der eigenen Seite eingefügt werden. Im Regelfall wird dieser im <head></head> oder vor dem </body> Tag eingefügt (Anbieter abhängig).

WordPress Nutzer müssen hierzu den Code in ihrem Theme, genauer in der header.php bzw. in der footer.php Datei einfügen. Danach lässt sich die Liste beim Werbenetzwerk genauer definieren.

Diese Listen sind vergleichbar mit einer E-Mail Liste zum Versenden von eigenen Newslettern. Der größte Unterschied besteht jedoch darin, dass diese Listen basierend auf Seiten erstellt werden können, welche der Benutzer vorher besucht oder eben nicht besucht hat.

Beispiel 1 – Unvollständige Kaufabschlüsse

Nehmen wir ein Beispiel eines Webshopbetreibers. Dieser kann nun User in eine Liste eintragen, die zwar Artikel in den Warenkorb gelegt, jedoch noch keinen Checkout betätigt haben. Diese verlassen also den Shop bevor ein Kauf überhaupt zustande kam.

Anhand dieser Liste kann der Shopbetreiber diese Nutzer nun via Anzeigen auf den unvollständigen Kauf aufmerksam machen und den User auf den Shop zurückholen.

Tipp: Um eine höhere Conversion zu erzielen, bieten Sie dem Kunden direkt in der Anzeige einen Gutscheincode mit an!

Beispiel 2 – Unvollständige Newsletteranmeldungen

Ein weiteres Beispiel sind unvollständige Newsletteranmeldungen bei den sogenannten „Double Opt-Ins“. Leute zeigen zwar Interesse am Newsletter, bestätigen jedoch oft ihre E-Mail Adresse nicht und landen deshalb nicht im E-Mail Verteiler.

Hier lässt sich Retargeting nutzen, um Leute auf die nötige Bestätigung ihrer E-Mail Adresse aufmerksam zu machen und somit die Anmeldung zu vervollständigen.

Beispiel 3 – Erinnern Sie Kunden an Termine

Sie planen einen Firmenevent, Webinar oder sonst eine Veranstaltung? Dann platzieren Sie einen Retargeting Pixel auf der Dankeseite nach der Anmeldung. Damit haben Sie die Möglichkeit, allen angemeldeten Nutzer kurz vor dem stattzufindenden Event noch einmal darauf aufmerksam zu machen.

Nicht selten sind die Leute verblüfft und vor allem bei Webinaren ist die Rate der anwesenden Teilnehmer danach deutlich höher.

Beispiel 4 – Verkauf von ähnlichen Produkten

Sollten Sie Besucher in einer Liste speichern, welche ein spezifisches Produkt angeschaut und auch gekauft haben, dann präsentieren Sie diesen Käufer doch ein ähnliches Produkt.

Gerade hier zeigen sich sehr gute Conversionrates, da der Kunde bereits mit Ihrer Seite oder Ihrem Brand vertraut ist. Dies führt zu einfacheren Zweitkäufen und beschert Ihnen höhere Umsätze.

Fazit

Die heutigen Möglichkeiten in Bezug auf Retargeting sind phänomenal. Leider sind sich viele Unternehmen, Onlineshops oder Webseitenbetreiber diesen Strategien gar nicht bewusst bzw. kennen sie nicht. Retargeting-Kampagnen sind sehr, sehr kostengünstig und wenn man nicht gerade alles falsch macht, absolut lohnenswert.

Nie war es einfacher mit einem möglichen Kunden auf verschiedenen Webseiten erneut in Kontakt zu treten als heutzutage anhand von Retargeting-Kampagnen. Nutzen Sie diese Strategien in Ihrem Business?

Gastautor

manuel_digitalmarketer.chGastartikel von Manuel Merz // Blogger auf DigitalMarketer.ch

Manuel Merz bloggt seit 2007 über Affiliate- und Online Marketing Themen. Auf DigitalMarketer.ch findet man zudem auch Reviews und Empfehlungen zu Marketing und WordPress Tools von ihm.