Zac Johnson moderierte das Panel mit den Teilnehmern John Chow, Syed Balkhi und John Rampton.
- Syed Balkhi, Founder, WPBeginner.com
- John Chow, Titles Are For Wimps, John Chow dot Com
- Zac Johnson, President, ZacJohnson.com
- John Rampton, President, Adogy

Dieses Panel wollte ich mir nicht entgehen lassen, zumal die Jungs im Bloggerraum immer für ein Späßchen aufgelegt sind – kompromittierende Bilder lassen wir aussen vor 🙂 …
John Chow hat zum Beispiel vor der Geburt seiner Tochter, resp. vor der Wahl des Namens, sichergestellt, dass die Domain noch frei ist – und diese dann für seine Tochter registriert. Der erste Post war 3 Monate vor dem „Go Live“, ein Bild des Ultraschalls.
Er wurde vor allem mit seinem Blog bekannt, der es 20x auf die Frontpage von Digg, 1 Million Besucher in wenigen Wochen. Ein Kumpel hatte den Artikel geteilt und als der auf der ersten Seite war, kamen 15.000 Besucher – aber damit hat John kein Geld verdient. Dann hat er die Beiträge mehr auf den Business Mindset ausgerichtet („Wie kann ich Geld mit Bloggen verdienen?„), und damit begonnen, Produkte zu empfehlen.
Ihm war klar: Besucher alleine bringen nichts, man muss sie „einsammeln“ und in die E-Mail Liste bringen! Die E-Mail Liste ist die Grundlage – zuerst eine Leserschaft aufbauen, und dann Produkte und Services verkaufen.
Syed doppelt nach: „Du musst einen Weg finden, die Inhalte weiter zu verwerten und Dein Potenzial zu maximieren„. Zum Beispiel: Blogposts schreiben, Facebok Quotes daraus machen, YouTube Video sprechen, … Nicht zu vergessen sind auch strategische Partnerschaften mit anderen Blogs, indem man zum Beispiel Gastbeiträge schreibt.
John Rampton hat 9 Monate lang jeden Tag 3 Posts geschrieben – und kein Geld damit verdient! Heute schreibt er oft für andere bekannte Webseiten und Blogs. Darüber findet er neue Kunden und baut sich gleichzetig ein Following für seinen persönlichen Brand auf.
Sein Geheimrezept: 50% Zeit in Titel/Headline investieren, 10% zum Texte schreiben (er schreibt schnell und viel 🙂 ), und 40% der Zeit darin investieren, den Content zu promoten.
Warum ist der Titel und erste Eindruck so entscheidend?
Weil Menschen sehr oberflächlich sind und den Artikel anhand des Titels, etc. bewerten.
Und wie kommt man am besten an die Leserschaft?
Indem man andere Blogger mit einer Outreach E-Mail anfrage, ob Sie Interesse an dem hochwertigen Artikel haben, weil der gut zum Beitrag X des Bloggers passt. Wenn die Nachfrage darauf kommt, dann den Link zum Artikel senden.
Wie kann man den Blog am besten monetarisieren?
Adsense ist ein zweischneidiges Schwert, denn die Leute werden direkt von der Seite weggeleitet, ohne den gewünschten „Call to Action“ (bspw. in E-Mail Liste eintragen, Facebook Fan werdenm, …) umzusetzen. Deshalb sollte man sich statt den paar Euro via Adsense lieber eine E-Mail-Liste mit der Stamm-Leserschaft aufbauen!
Die Ads machen bei John Chow's Blog nur etwa 10% der Einnahmen aus, der Großteil kommt von „Backend“-Angeboten, die erst präsentiert werden, nachdem der Brand etabliert und das Vertrauen geschaffen wurde.
Wie wichtig ist Design?
John Chow: „Ist schon wichtig, abhängig vom Budget. Auf jeden Fall ein Logo erstellen, und wenn möglich ein Theme das man anpassen kann.“
Syed Balkhi: „Usability ist wichtiger, einfach starten und dann laufend optimieren.“
Tipp an dieser Stelle: es ist sehr hilfreich, wenn der Monetarisierungsplan im Vorfeld erstellt wird, indem man passende Leserprofile erstellt und dann gezielt die Inhalte darauf abstimmt.
Frage aus dem Publikum: „Ich erhalte Freebies von PR-Firmen, die ich auf meinem Foodie-Blog vorstelle, verdiene damit aber kein Geld, sondern erhalte nur Naturalien.“
Antwort: Syed Balkhi: „Nimm den Mittelsmann raus! Schreib einfach direkt für den Produktinhaber und lass Dich von denen bezahlen, genauso wie das die Agentur macht.“
John Rampton: „Wenn die Firma kein Budget hat, soll sie es trotzdem wert für mich machen. Ich habe zum Beispiel einen Beitrag auf eine Anfrage hin geschrieben, der nun per E-Mail an 1,8 Millionen Leute gesendet wird!“
Zac Johnson: „Es ist letztlich ein „numbers game“! Recherchiere, wer Deine Dienste benötigt, und kontaktiere diese Leute. Du wirst sehr viele Nein's erhalten, aber es braucht nur ein paar „Ja“, damit Du gut verdienst.“
Frage: „Lohnt sich ein Blog, der sich auf Content Curation spezialisiert hat?“
„Ja, damit kann man zuerst die Leute „pixeln“ (=Retargeting Code installieren) und dann mit passenden Angeboten monetarisieren. Ist aber Nischenspezifisch, und die Qualität ist entscheidend, nicht die Quantität. Nachdem alle Besucher gepixelt wurden, geht es darum, diese zu segmentieren.
Wo möglich auch Content Upgrades nutzen (bspw. „Hier sind 10 mehr“ oder „Checkliste downloaden als PDF“ – simpel, muss nicht ausgeklügelt sein). Und übrigens, noch zu kurz zu Social Media: neue Artikel mehrfach posten, via
Ein paar Toolempfehlungen aus der Session: