Vor einigen Wochen hatte ich ein sehr inspirierendes Gespräch mit Sebastian Czypionka. Es war ein Gespräch, das noch immer in mir nachhallt. Nun konnte ich Sebastian für einen Gastbeitrag gewinnen.
Doch wer ist Sebastian? Er ist 26 Jahre alt, wohnt in Remscheid und verdient sein Geld im Internet. Das Besondere dabei ist, dass er es gerne und voller Leidenschaft tut. Sein Ziel ist es, anderen angehenden Internet Marketern ein umfangreiches Know-how zu geben, um ihnen zu helfen, schneller dorthin zu kommen, wo sie hinwollen: zum Aufbau eines zweiten Standbeins im Internet, eines eigenen kleinen Online Business.
Mit 15 Jahren hatte er seine erste Internetseite und hat damit als Schüler Affiliate-Produkte im 4 stelligen Bereich verkauft. Auch heute noch betreibt er zahlreiche Affiliate-Seiten und seit kurzem auch seinen eigenen Internet-Marketing-Blog. Öffentlich in Erscheinung getreten ist er mit seinem eigenen Informationsprodukt, der „Traffic-Formel„. Diese wurde unter dem Dach der LPeMedia mit einer sehr kleinen Leadliste erfolgreich gelauncht und hat einen guten 5 stelligen Umsatz generiert.
Dabei hat er die Erfahrung gemacht, dass ein E-Book zwar gut ist, aber es noch deutlich besser geht und man selbst dabei mehr Geld verdienen kann! Wie? Nun, indem man den Kunden die Informationen häppchenweise liefert, weil er diese so besser verdauen kann. Wie man das am besten macht, zeigt er in diesem spannenden Gastbeitrag auf.
Jeder von uns Internet Marketern weiß, dass man mit E-Books im Internet recht leicht Geld verdienen kann. Such Dir eine Nische, löse ein Problem und biete es in Form eines E-Books an. Leichter geht es nicht, oder?
Das Business-Modell ist gut – keine Frage, aber es ist nicht optimal. Das, was ich Dir jetzt gleich erkläre, hat Dir bestimmt sonst noch niemand gesagt – außer Du gehst mit den besten Internet Marketern abends einen trinken ;-).
Einmal zum Verständnis das Business Modell des E-Book Verkaufs erklärt:
Der normale Ablauf sieht so aus:
- Der Besucher kommt über Google oder eine E-Mail eines Partners auf Deine Seite, die gleichzeitig eine Informations- und Verkaufsseite ist und dort verkaufst Du ihm direkt das E-Book und kassierst dafür Geld. Wenig Aufwand, einige Umsätze. Nicht schlecht.
- Wenn wir uns Zahlen dazu nehmen und davon ausgehen, dass eine durchschnittliche Verkaufsseite eine Conversion von 1 % hat und wir ein E-Book im Wert von 27 € verkaufen, sieht die Rechnung so aus:
- Von 100 Besuchern hast Du also bei einer Conversion von 1 %, 1 Verkauf generiert und einen Umsatz von 27 € gemacht.
- Du hattest einen einmaligen Aufwand beim Erstellen des E-Books und bei der Erstellung der Verkaufsseite und des Prozesses dahinter.
- Im Monat hast Du dann einen durchschnittlichen und prognostizierten Umsatz von 810 € und 30 neue E-Mail Adressen von Deinen Kunden.
Das war unser bisheriges Modell.
Nun möchte ich Dir ein Modell vorstellen, das nicht schwieriger umzusetzen, aber dafür viel lukrativer ist.
- Du erstellst eine minimalistische Mitgliederseite ohne Abo-Programm, aber dafür mit befristeter Laufzeit und z.B. wöchentlich freigegebenen Inhalten.
- Nehmen wir ein gängiges Thema, z.B. ein Infoprodukt über den Trafficaufbau im Internet. Du hast 12 Lektionen zum Trafficaufbau. Anstelle diese in Form eines E-Books zu verkaufen, erstellst Du einfach 12 einzelne Lektionen, die Du wöchentlich freigibst. Der Kunde zahlt 3 Monate lang für die erhaltenen Informationen. Weil es keine dauerhafte Zahlung ist, wird der Kunde nicht denken, dass es ein Abo-Programm sei. Und das Besondere ist, du gewährst ihm dazu Zutritt, ohne eine Gebühr zu verlangen oder – um es technisch einfacher zu lösen – indem er 1 Euro dafür bezahlt. (So hast Du bereits die Bezahlinformationen und musst sie nicht erneut erfragen!)
- Kannst Du Dir vorstellen, dass die Konversion für ein Produkt für 1€ in Verbindung mit 3 monatlichen Zahlungen von 9 € wesentlich höher ist, als die Konversion für ein normales E-Book?
- Du verkaufst ein Testprodukt für 1 € und erst nach 7 Tagen oder einem Monat fängt die nächste Zahlung an. Die Konversion verbessert sich um 300-400 %. Anstelle einer Konversion von 1% wirst Du eine Konversion von 3-4 % haben.
- Schauen wir uns die Zahlen an: Bei gleich bleibender Besuchermenge von 100 Besuchern pro Tag hast Du bei einer Konversion von 3 %, 3 Verkäufe pro Tag. Jedoch erhältst Du das Geld nicht direkt, sondern erst verzögert. Rechnen wir aber bereits mit dem Geld, als wenn wir es hätten, dann verdienst Du 3*28 = 84 € pro Tag.
- Im Monat hast Du dann einen durchschnittlichen und prognostizierten Umsatz von 2.520 € und 90 neue E-Mail Adressen.
Doch wo ist der Haken?
Du musst Deine Inhalte so bereitstellen und aufbereiten, dass Du nicht die besten Informationen direkt zu Anfang herausgibst und dass jeder Kunde ein zwingendes Bedürfnis hat, bis zum Ende Teil Deines Mitgliederprogramms zu sein. Du musst jede Woche aufs Neue einen Anreiz schaffen, sodass Deine Kunden bis zur nächsten Woche Mitglied bleiben. So stehst Du unter Druck, richtig guten Content herauszugeben. Du kannst Boni nach Ende des Programms versprechen, um die Laufzeit pro Kunde zu erhöhen, aber im Prinzip brauchst Du hierfür Inhalte, die gut sind und funktionieren.
Du könntest nun sagen, dass die Konversion nicht so hoch sein wird, aber auch wenn sie nur bei 2 % liegt, hast Du einen doppelt so hohen Umsatz und doppelt so viele Kunden und mehr E-Mail Adressen, die Du dazu gebrauchen kannst, um neue Produkte zu erstellen oder zu vermarkten und Deine Gewinne ebenfalls zu erhöhen.
Egal, wie Du es drehst und wendest, dieses System ist viel ausgereifter und lukrativer, als das alleinige Verkaufen von E-Books.
Und so wie ich es Dir vorgestellt habe, ist es nur das Grundkonzept. Mit einigen weiteren Optimierungen kann man noch viel mehr, als nur den normalen Verkaufspreis und die E-Mail Adresse des Kunden herausholen.
Falls Du Dich fragst, wie man denn ein System installiert, bei dem man automatisch wöchentliche Inhalte freischalten kann, dann kann ich Dich beruhigen, dafür gibt es entsprechende Plugins für WordPress. Zu empfehlen ist das Wishlist-Plugin, welches jedoch kostenpflichtig ist. Aber eigentlich brauchst Du noch nicht einmal das. Du kannst diese Inhalte auch einfach per E-Mail und per Autoresponder zusenden und ersparst Dir somit einen geschützten Mitgliederbereich.
Nun ist die Katze aus dem Sack und Du hast den Sack und die Katze, mach was draus!

Echt genial. Das witzige ist, dass ich genau so eine Idee gestern hatte nachdem ich mich mit dem LaunchTimer beschäftigt habe 😉
Danke für die Tipps.
Hi Dejan, sehr gut – dann kam das ja gerade zum richtigen Zeitpunkt! Viel Erfolg und Grüße, Reto
Hallo Reto
Finanziell kann die Sache wirklich aufgehen. Bleibt dabei aber der Kunde nicht auf der Strecke?
Ein eBook von sagen wir einmal 60 Seiten ist in ein bis zwei Stunden bequem auf dem Sofa gelesen. Dann hat man einen Überblick und kann beginnen das entsprechende Thema umzusetzen.
Mit dem Migliederbereich muss der Kunde zuerst einmal z. B. 12 Wochen warten bis er sein Problem lösen kann.
Die Idee mit dem Migliederbereich ist für den Kunden nur interessant, wenn weitere Kundennutzen damit generiert werden. Sonst hat er eigentlich nur Nachteile, oder?
Hallo Walter,
vielen Dank für Deine Sicht der Dinge.
Dem Kunden wird dadurch nur geholfen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nur die wenigsten Kunden mit einem E-Book, das in der Regel länger als 60 Seiten ist, zu Recht kommen. Nur die wenigsten lesen es sich in einem Stück durch und setzen die Inhalte direkt um. Ich würde sogar behaupten, es sind nur 2-5%, die die Inhalte umsetzen.
Ich kann den Kunden nachvollziehen, der DIREKT das Wissen aufnehmen möchte, aber sehen wir es mal ehrlich. Sie sind wirklich überfordert mit der Menge an Informationen und allen Schritten, die man umsetzen muss.
Deshalb wird wie in der Schule der Inhalt Stückweise freigegeben und jede Woche gibt es klare Ziele und To-Do’s, die man umsetzen muss.
Optional gibt es immer noch die Option für einen Aufpreis alle Inhalte direkt sehen zu können, was man aber dem Kunden abraten sollte. Doch auch aus Erfahrung weiß ich, dass es immer Leute gibt, die die Inhalte direkt haben wollen und wenn man möchte, kann man es denen auf diese Weise Recht haben.
Und 12 Wochen „Warten“ stimmt ja nicht, denn er handelt in den 12 Wochen bereits und nähert sich seinem Ziel, z.B. eine Affiliate-Seite aufzubauen oder Gitarre spielen zu lernen.
Mir fallen aber auch Themen ein, wo es keinen Sinn macht, z.B. wenn man ein akutes Problem sofort gelöst haben möchte, wie z.B. wie man sein Baby dazu bringt, nicht mehr in der Nacht zu weinen.
Ich hoffe, ich konnte Dir damit einen besseren Einblick in dieses Business Modell geben.
Viele Grüße,
Sebastian
nepp, nepp, nepp
Da kann man sich dir nur anschließen Reto. Continuity Programme/Mitgliederseiten sind echt ne richtig feine Sache, weil sie einerseits dem Betreiber ein fortlaufendes Einkommen (im Gegensatz zu einer Einmalzahlung wie beispielsweise bei einem E-Book) garantiere und andererseits bieten sie auch den Teilnehmern eine extrem intensive und aufeinander aufbauende Lernerfahrung, was den Wert eines solchen Programmes enorm erhöht (->höhere Beträge können angesetzt werden).
Klasse das du die Leute auch mal drauf hinweist, dass es neben den „alten E-Books“ auch noch so einige andere Formate von Infoprodukten in dieser Industrie gibt 😉
Beste Grüße, Alex Bellon
Hallo, ja das ist wirklich so. Anstelle von kostenlosen Newslettern, bringt man hier den Kunden wirklich ins handeln. Gerade Veränderungen und darum geht es meistens bei Problemen, dauern ihre Zeit, bis sie zur Gewohnheit werden. Und nicht jeder ist wirklich lange am Ball. Die Idee ist gut, nicht neu, aber gut! Danke dafür.
Elena Sommer